Projektbeschreibung
Abwasserbehandlung
mit Ultraschall - "Ultrasonic Plasma Resonator"
gefördert durch das LIFE-Programm der Europäischen Union


Einleitung
Die Ultrasonic Systems GmbH
(USS) hat in der Vergangenheit die Grundlagen für eine Technologie entwickelt,
mit der
Abwässer effizient aufbereitet und gereinigt (schadstoffreduziert) werden können.
Ziel des Projektes ist es
nun, diese Technologie – eine ultraschallgestützte Nassoxidation und einer
hiermit einhergehenden
Schadstoffreduktion – für drei Anwendungsfälle zu erproben. Für diese
Anwendungen sollen drei Pilotanwender mit weitver-
breiteten Entsorgungsproblemen aus den Bereichen Ammoniumreduktion,
Deponiesickerwasserentsorgung sowie Wasser-
desinfektion eingebunden werden.
Ziele
Abwasser-
und Brauchwasserbehandlung in den Nahrungsmittel- und Getränkeindustrien,
Sickerwasserentsorgung bei Haus-
bzw. Sondermülldeponien sowie Abströme aus biologisch aufbereiteten Abwässern
stellen regelmäßig große ökonomische und
ökologische Problembereiche dar. Die Ultrasonic Systems GmbH (USS) verfügt über
eine Schlüsseltechnologie, mit welcher
derartige hochkontaminierte Abwässer effektiv entgiftet werden können: durch
ultraschallgestützte Oxidation und Reduktion
im Niederdruckbereich.
genannten problemtypischen Anwendungsfälle Pilotanlagen installiert und im
Rahmen eines Betreibermodells durch die USS betreut
werden. Die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse werden in die Vorbereitung
einer breiten Markteinführung einfließen. Mit ihrem
Implementierungswissen werden sich die jeweiligen Projektpartner wertvoll in das
Projekt einbringen
Wissensaustausch EU-weit zu pflegen und Kontakte für ein kompetentes künftiges
Vertriebsnetz zu knüpfen. Insbesondere zum
Ende des Projektes ist darüber hinaus neben dem Fachpublikum auch die breitere
Öffentlichkeit über die durchschlagenden Vorteile
dieser Technologie für die Reinigung von Wasser, Luft und Erde zu informieren.
Arbeitsschritte
1. Auswahl der
Pilotprojekte
Analyse des
Schadstoffspektrums und der typischen Bedarfsprofile bei der Reinigung von Ab-
und Brauchwasser in den
Nahrungsmittel- und Getränkeindustrien, im Bereich der Sickerwasserentsorgung
bei Hausmüll- und Sondermülldeponien sowie
bei der Entkeimung; Prüfung des konkreten Bedarfsprofils von drei Pilotanwendern;
Vorabversuche im eigenen Hause; Vereinbarung
von drei Pilotprojekten, welche die genannten Problembereiche geeignet
widerspiegeln.

2.
Prototypenentwicklung
Technische Auslegung der Systemkomponenten, inklusive der Peripheriegeräte (für
vorgeschaltete Feststoffabscheidung und
nachgeschaltete Filtrierung); Optimierung von IPS-Steuerungseinheiten der
Anlagen; Testläufe bei USS – und vor Ort mit einer
eigenen, mobilen Vorführanlage; Pflichtenheft für die Optimierung von Hard- und
Software; Fertigstellung von Konstruktionszeichnungen
und Fertigungskoordination bei den Prototypen (Vorkomponentenfertigung wird
ausgelagert, Endmontage geschieht bei USS),
Projektierung einer notwendigen Prozessintegration in bereits bestehende
Aufbereitungsabläufe.

Erwartete Ergebnisse
Ziel des
Projektes sind drei ausgereifte, anwendungsspezifisch ausgelegte Prototypen,
die den typischen Schadstoffproblemen in den
Nahrungsmittel- und Getränkeindustrien, den Deponiebetrieben sowie der
Trinkwasserbehandlung Rechnung tragen, die sich in den
Pilotprojekten bewährt haben und die technisch abgenommen worden sind.
Schadstoffe sollen maximal reduziert und die Überlegenheit
dieser Technologie gegenüber bisherigen Behandlungsansätzen bewiesen werden -
bis hin zur Gewährleistung von Einleitbedingungen
und betrieblicher Kreislaufführung.
Der Einsatz der
Behandlungstechnologie der Ultrasonic Systems GmbH unterstützt die Anliegen des
6. Aktionsprogramms für die
Umwelt der Europäischen Union in wesentlichen Punkten. Hierzu gehören die
Bereiche Natur und biologische Vielfalt, speziell die
Wasserreinhaltung. Erste Testläufe haben gezeigt, dass mit der Technologie
behandeltes Wasser – aufgrund des Sauerstoffeintrags –
durch die Einleitung der behandelten Abwasser sogar die Wasserqualität zu
verbessern vermag. Weiterhin ist der Technologiebeitrag
relevant für den Bereich Umwelt und Gesundheit, speziell bezüglich der Umsetzung
der Wasserschutzvorschriften. Schließlich ist auch
der Bereich „Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und des Abfalls“ von
dieser Technologie positiv betroffen, hier speziell der
Bereich des nachhaltigen Ressourcenmanagements.

Projektpartner
Die für das Projekt selektierten Pilotanwender lassen sich wie folgt beschreiben:
1. Welsh Water, Großbritannien - Wasserdesinfektion in der Kläranlage von Ponthir
·
Großer britischer
Ver- und Entsorger, verantwortlich für die urbane Wasserver- und entsorgung von
Wales
(3 Mio. Einwohner).
·
Bisherige
biologische Klärung reicht in bestimmten Fällen nicht aus, um der aktuellen
Badegewässerverordnung,
zu entsprechen daher technischer Nachrüstbedarf.
·
Insbesondere
Probleme mit mikrobiologischen Frachten wie z.B. E-coli, Erfahrungen mit UV-Nachbehandlungen
sind nach heutigem Stand der Technik zum Teil problembehaftet.
· Ausgewählte Kläranlage entsorgt für 60.000 Einwohnergleichwerte.
2. Abfallverwertungsgesellschaft Ludwigsburg, Deutschland - Sickerwasser der Hausmülldeponie Burghof
·
Privater
Betreiber einer Hausmülldeponie mit einem gegenwärtigen Sickerwasseraufkommen
von
25.000 m3 pro Jahr.
·
Aufgrund einer
Vergrößerung des Deponiekörpers ist eine Erhöhung des Sickerwasseraufkommens auf
bis zu 60.000 m3 zu erwarten.
·
Das gegenwärtig
installierte biologische System (Sickerwasservorbehandlungsanlage) reicht nicht
aus,
um die zusätzliche Abwasserfracht zu behandeln, daher Nachrüstbedarf.
·
Problemansätze:
Bypaß-Behandlung der zusätzlich zu erwartenden Abwässer oder Vorbehandlung
durch die USS-Technologie für das gesamte Abwasseraufkommen der Deponie.
3. Kläranlage Thierhaupten, Deutschland - Ammonium Reduktion
· Kommunale Kläranlage entsorgt für 10.000 Einwohnergleichwerte.
· Mit dem UPR-A soll eine Optimierung des biologischen Prozesses erreicht werden.
· Ziel - Ammonium Reduktion (NH4) des Zentrates nach der Schlammentwässerung.
· Einleitungswerte für Ammonium (10mg/l) und Phosphat (5mg/l) sollen erreicht werden.
Projektmanagement




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